Für Innovatoren im Öffentlichen Sektor

Das „Creative Bureaucracy Festival“ versammelt einmal im Jahr die Innovatoren des öffentlichen Sektors auf allen Ebenen (vom Erzieher bis zur Ministerin, von der Kommune bis zur internationalen Organisation) und die interessierte Öffentlichkeit zu einem außergewöhnlichen Festival in Berlin.

CBF 2018


    Creative Bureaucracy Festival 2018

    Jetzt ist es amtlich: Zwei Tage in der Humboldt-Universität zu Berlin, neun Bühnen, 100 Programmpunkte, 165 herausragende Sprecher aus aller Welt, über 1.200 Gäste, ein fulminantes Farewell über den Dächern Neuköllns – es gibt sie, die kreativen Bürokraten.
    Am 7./8. September 2018 fand das erste Creative Buraucracy Festival statt und ermunterte die Besucher mit neuen Ideen und Initiativen den öffentlichen Sektor zu verbessern und sich zu vernetzen.
    Eröffnet wurde das Creative Bureaucracy Festival von dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller und Berlins größtem Bewerbungsgespräch, bei welchem Michael Müller für das Gemeinwohl als Beruf und das Land Berlin als attraktiven Arbeitgeber warb. An zwei Festival-Tagen wurden dann zahlreiche best practices der Creative Bureaucracy aus aller Welt präsentiert, die verdeutlichten, wie Verwaltung gelingt und welch immenses Potential im öffentlichen Sektor steckt.

    Was selbst aus dem Scheitern von Behörden gelernt werden kann, erläuterten u.a. BER-Chef Engelbert Lütke Daldrup und Ex-Lageso-Leiter Sebastian Muschter auf der sogenannten FuckUp Night des ersten Abends. Auf der Farewell-Party am Folgetag fand das Creative Bureaucracy Festivals im Dachkulturgarten Klunkerkranich einen gebührenden Abschluss.

    Creative Bureaucracy – die Initiative

    ZIEL:  Steigerung der Innovationen im öffentlichen Sektor; Anerkennung und Austausch der Innovatoren; Gewinnung von leistungsorientiertem, innovativem Nachwuchs; Verbesserung der öffentlichen Wahrnehmung des öffentlichen Sektors und seiner Innovationsfähigkeit.

    ZIELGRUPPE: Innovatoren des Öffentlichen Sektors auf allen Ebenen; Nachwuchs; die interessierte Öffentlichkeit und die Medien; Institutionen, die Innovationen im öffentlichen Sektor unterstützen (z.B. Stiftungen) und Unternehmen; Bürgerinnen und Bürger, die in NGOs oder als Individuen an der Gestaltung des öffentlichen Sektors mitwirken. Dies drückt auch das Motto des Festivals aus: „Sie arbeiten für das Gemeinwohl. Sie haben Ideen. Das ist kein Widerspruch. Das ist Ihr Festival.“ 

    PREISTRÄGER: Beim ersten Festival wurden drei herausragende Persönlichkeiten mit dem Creative Bureaucracy Award ausgezeichnet:

    Jutta Weitz // Als Mitarbeiterin der kommunalen Wohnungsverwaltung Berlin-Mitte vergab Weitz leerstehende Gewerberäume rund um das Areal der Auguststraße an Kunst-und Kulturschaffende. Ihrem Engagement und Weitblick sind die Strukturen dieses Kunstviertels zu verdanken.

    Christian Bason // Als Direktor des MindLab, eines der ersten interministeriellen Innovations-Labs weltweit, beriet er die dänische Regierung bei der Erneuerung der öffentlichen Verwaltung und brachte dabei seine wertvollen Erfahrungen als Beratungsunternehmer ein.

    Gabriella Gómez-Mont // Als Leiterin des Innovations-Lab Laboratorio para la Ciudad in Mexico City bringt sie Projekte wie „Stadt für Kinder“ in schwierigen Stadtvierteln auf den Weg. Dabei helfen Ihre Erfahrungen als Künstlerin, Dokumentarfilmerin und Journalistin.

    Für das Creative Bureaucracy Festival 2019 ist ein dezentraler Wettbewerb geplant mit Preisträgern auf kommunaler Ebene, Landes-Ebene und Bundes-Ebene.

    INITIATOREN: Die Initiative geht zurück auf den Stadtforscher Charles Landry (Autor von „The Creative Bureaucracy“) und den Tagesspiegel-Herausgeber Sebastian Turner (der Verlag fungiert als Veranstalter). In mehreren Vorbereitungstreffen hat sich ein internationaler Initiatoren-Kreis herausgebildet (u.a. mit Vertretern von OECD, Eurocities, Bundesregierung, Land Berlin, Danish Design Center, Deutscher Städte- und Gemeindebund, Normenkontrollrat, Nesta (UK), European Cultural Foundation, Humboldt-Universität zu Berlin, Universität Potsdam, Viadrina, Fraunhofer, Bertelsmann Stiftung, Robert Bosch Stiftung, Stiftung Zukunft Berlin, Telekom-Stiftung, Zeit-Stiftung, Politics for Tomorrow). Der Kreis ist für weitere Partner offen.

    FINANZIERUNG: Das Festival wird ermöglicht durch das Engagement seiner Mitwirkenden. Zuwendungen von Stiftungen und öffentlichen Stellen sowie Beiträgen von Sponsoren und Ausstellern werden angestrebt. Die Eintrittsgelder (19 €-29 €) sind bewusst sehr maßvoll gehalten, um allen Ebenen des Öffentlichen Sektors eine Teilnahme zu ermöglichen. An Nachwuchs-Teilnehmer wird auch 2019 erneut ein Teilnahme-Stipendien vergeben.

    E-MAGAZIN: Wir empfehlen passend zum Festival unser kostenfreies E-Magazin zur Berliner Verwaltungsreform. Der Tagesspiegel hat Fachleute gefragt: Was muss sich ändern in Berlin? Die daraus entstandenen Gastbeiträge wurden in dieser digitalen Sonderausgabe gesammelt.

    *GENIUS LOCI: Die Humboldt-Universität ist dank Gründungsgeschichte – die Preußischen Reformen gelten als herausragende Verwaltungsinnovationen – und heutiger wissenschaftlicher Tätigkeit ein hervorragender Ort für das Festival. Wir danken für die gute Zusammenarbeit und freuen uns auf das Creative Bureaucracy Festival 2019 in der Humboldt-Universität.